Der Traum von der frühen Rente und einem unabhängigen Leben ohne klassische Erwerbsarbeit bewegt viele Menschen. Wer diesen Schritt wagt, stellt sich meist zuerst die Frage ab welchem vermögen privatier man eigentlich dauerhaft auskömmlich leben kann. Schließlich hängt die Antwort stark vom individuellen Lebensstil, den fixen monatlichen Ausgaben und der persönlichen Risiko-Toleranz ab.
Ein realistischer Ansatz zur Berechnung basiert auf der bekannten Entnahmestrategie aus der Finanzwelt. Dabei wird davon ausgegangen, dass ein gut angelegtes Portfolio aus Aktien und Anleihen über Jahrzehnte hinweg eine jährliche Rendite abwirft, ohne das Ursprungskapital komplett aufzubrauchen. Wer sparsam lebt, kommt oft schon mit einem niedrigeren siebenstelligen Betrag aus, während luxuriöse Ansprüche entsprechend höhere Rücklagen erfordern.
Einflussfaktoren auf das benötigte Kapital
Neben den reinen Lebenshaltungskosten spielen auch unvorhergesehene Ausgaben für Gesundheit oder Immobilien eine entscheidende Rolle bei der Planung. Zudem müssen angehende Privatiers bedenken, dass sie ihre Krankenversicherung und Altersvorsorge komplett aus eigener Tasche zahlen müssen, da der Arbeitgeberzuschuss wegfällt. Eine sorgfältige Budgetplanung ist daher unerlässlich, um langfristig abgesichert zu sein.